Workshops rund ums Spiel

Die Workshops finden im Zeitraum von 14:00 bis 15:45 Uhr statt.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Workshop-Wunsch an.
Ein späterer Wechsel des Workshops ist nicht vorgesehen.

Workshop 1 :
Wie kommt das Geschlecht ins Spiel?
Prof. Dr. Phil. Holger Brandes
Es gibt einen breiten Konsens darüber, dass Kinder von mehr Männern in Kitas profitieren, aber kaum wissenschaftliche Untersuchungen darüber, inwieweit männliche Fachkräfte sich in ihrem Umgang mit den Kindern von weiblichen Fachkräften unterscheiden und wie die Kinder auf Fachkräfte unterschiedlichen Geschlechts reagieren. Die vom BMFSFJ geförderte Tandem-Studie (2010-2014) vergleicht erstmals auf Grundlage einer größeren Stichprobe die konkrete pädagogische Aktivität von Erziehern und Erzieherinnen. Im Workshop werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie dargestellt und anschließend ist Zeit und Raum, um eigene Erfahrungen hierzu untereinander auszutauschen.
 
Workshop 2 :
Inklusion und Resilienz –besondere Aspekte des Spiels - eine Vertiefung des Impulsvortrags
Prof. Dr. Dörte Weltzien, EH Freiburg
In dem Vertiefungsworkshop werden die Aspekte des Impulsvortrags zum kindlichen Spiel und seiner Bedeutung für Inklusion und Resilienz aufgegriffen und vertieft. Im Besonderen geht es darum, mit Hilfe videographischer Beobachtungen die Entwicklung und Dynamik des kindlichen Spiels zu reflektieren. Die Videographie von alltäglichen Situationen in der Kita ist in besonderer Weise geeignet, das Verhalten der beteiligten Kooperations- und Spielpartner genau zu beobachten und verstehende, erklärende Zugänge zu entwickeln. 
In dem Workshop werden einzelne Merkmale aus dem GInA-Verfahren (www.zfkj.de/gina) einem dialogischen Austausch Verknüpfungen zu Inklusion und Resilienz hergestellt.
 
Workshop 3 :
Freiraum – Kinderspiel – Stadt
Prof. Dr. Peter Höfflin, EH Ludwigsburg
„Es gibt kaum einen Faktor, der den Alltag und die Entwicklung von Kindern mehr beeinflusst, als die räumliche Gestaltung des Wohnumfelds und die damit verbundenen Möglichkeiten zum freien Spiel.“
Das ist die zentrale Aussage einer breit angelegten Studie in fünf Städten Baden-Württembergs, die von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg in einem Forschungsverbund durchgeführt wurde. Kinder werden zunehmend aus dem öffentlichen Raum verdrängt und in ihren Möglichkeiten zum freien Spiel mit Gleichaltrigen eingeschränkt. Im Workshop werden wir gemeinsam die negativen Folgen dieses Prozesses diskutieren und Handlungsmöglichkeiten für Kindertageseinrichtungen entwickeln, um das in der UNKinderrechtskonvention formulierte „Recht auf Spiel“ zu verwirklichen.
 
Workshop 4 :
Spiel-Raum- anregend, inklusiv und vorurteilsbewusst gestalten
Sandra Hörner, Kindheitspädagogin (B.A.), Referentin für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
Wie müsste eine Kita gestaltet sein, in der sich die Kinder und ihre Familien in der Kita willkommen und angenommen fühlen, weil sie sich mit ihren Vielfaltsmerkmalen wiederfinden? Welche Spielmaterialien und Kinderbücher unterstützen eine inklusive und vorurteilsbewusste Arbeit und regen zum Spielen und zur Interaktion an?
Im Workshop werden wir diese Fragen aufgreifen. Ein Impuls mit Praxisbeispielen und vielfältige Materialien laden zum Austausch ein.
 
Workshop 5 :
Basales Spiel – Spielen als eine Form der Interaktion mit Kindern mit einer komplexen Behinderung
Sabine Knoblauch, Oberstudienrätin, Multiplikatorin der Basalen Stimulation®
Im Workshop wird mit den Teilnehmern ausgehend von der eigenen Spielbiographie ein Verständnis von Spielen als Form der voraussetzungslosen Interaktion mit Kindern mit einer komplexen Behinderung erarbeitet. Es werden Spielmöglichkeiten vorgestellt, das Aufgreifen von Spielideen vermittelt sowie die Möglichkeiten mit Material zu spielen konkret verdeutlicht. Dabei wird auf die Bedeutung der Basalen Stimulation nach A.FRÖHLICH, der Elementarisierung nach N.HEINEN eingegangen sowie motivationspsychologische Aspekte berücksichtigt.
Die Referentin bietet beispielsweise Spielideen aus dem Improvisationstheater an und elementarisiert diese mit den Teilnehmern für Schülern und Schülerinnen mit komplexer Behinderung.
Die Intention des Workshops ist es die eigene Spielkompetenz in Bezug auf diese Gruppe zu erweitern.
 
Workshop 6 :
Philosophieren mit Kindern
Alexander Achtzehn
"Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr" – Plato.
In diesem Workshop lernen Sie philosophische und pädagogische Grundannahmen des "Philosophierens mit Kindern" (P4C) kennen und werden einige ausgewählte didaktische Konzepte vorgestellt bekommen. Desweiteren betrachten wir, wie man mit Kindern in Kindertagesstätten praktisch philosophieren kann - welche Methoden gibt es? Welchen Rahmen braucht es? Ist es ein Bildungsprinzip? Oder doch ein pädagogisches Angebot? Wir werden auch selbst Philosophieren und es wird ausreichend Zeit sein, individuell auf Ihre persönlichen Fragen einzugehen.
 
Workshop 7 :
Den Pikler-SpielRaum und sein spielerisches Potential entdecken
Heike Pöckelmann, Fortbildnerin, Pikler-Pädagogin
Der Pikler-SpielRaum ermöglicht mit seinem Prinzip der gezielt vorbereiteten Umgebung Raum für freies Spiel mit Erkundungen, Ausprobieren und dem Handhaben geeigneter Materialien. Er bietet eine Atmosphäre, in der sich Kinder sicher und wohlfühlen und ihre Eigenaktivität entfalten. Der Workshop führt Sie in die Grundsätze der SpielRaumArbeit nach Emi Pikler ein und lädt zu eigenen Erfahrungen im Umgang mit den Materialien ein. Er fokusiert die Potentiale des Kindes und unterstützt damit eine inklusive Pädagogik. (bitte einplanen im Workshop zeitweise barfuß sein zu können)
 
Workshop 8 :
Spielen ein Lebensthema – biographischen Einflüssen auf der Spur
Sabine Pfeffer, Einrichtungsleitung, Fortbildnerin
Spielen, Spielraum erhalten, Spielraum ergreifen korrespondiert, wie viele andere Bereiche frühkindlicher Bildung, mit dem eigenen Erfahrungshintergrund „gespielt zu haben“.
Der Workshop bietet Impulse zur Selbstreflexion und zum Austausch des eigenen Spielerlebens und lädt zum Transfer von der eigenen Spielerfahrung zur Beachtung der aktuellen (Arbeits)Situation der Teilnehmenden ein. Aspekte wie Ausgrenzung und Eingrenzung beim selbstorganisierten Spiel oder die Frage, wie inklusiv handeln Kinder bei der selbständigen Gestaltung von Spielpartnerschaften und Spielräumen, erfahren eine vertiefende Aufmerksamkeit.
 
Workshop 9 :
Als-Ob-ZONE / SpielRaum Theater
Silke Saracoglu, Theaterpädagogin BuT® (LAG TheaterPädagogik BW e.V.), www.saracoglu.biz
Dieser Theater-Impulsworkshop lädt ein, experimentierfreudig in andere Rollen zu schlüpfen, sich selbst, die Dinge und das Geschehen immer wieder zu verwandeln und aus neuen Perspektiven zu betrachten. Alles ist möglich und erlaubt! Minipräsentationen werden spielerisch er-arbeitet:  gemeinsam, mit Objekten, Figuren und/ oder Materialien. Theaterpädagogische Spiele bieten - neben der Aktivierung des eigenen Spielerischen - natürlich auch schnelles, konkretes Handwerkszeug für die berufliche Tätigkeit. (Bitte an bequeme Kleidung/Schuhe denken)
 
Workshop 10 :
Natur-Spiel-Raum
Katharina Falkenburger, Päd. Leiterin Haus des Waldes, Stuttgart
Der Wald ist Spielplatz und Lernraum zugleich und regt zum Spielen, Staunen und Forschen an. Er bietet aber auch Raum für Stille und individuelle Erfahrungen und ermöglicht so vielfältige Zugänge zur Natur. Bei spielerische Aktivitäten lassen sich Inhalte wie z.B. Jagd- oder Überwinterungsstrategien von Tieren erleben und verstehen und alle können mitmachen. Was wir teilweise mühselig versuchen zu erklären, können Spiele oft innerhalb von Minuten vermitteln. Und weil Lernerfolg auch viel mit emotionaler Beteiligung zu tun hat, spricht noch mehr für den Einsatz von Spielen. "Draußen gemeinsam spielen und dabei lernen" lautet das Motto des Workshops.